Schichtplaner

Dein Schlafplan für die Schichtwoche.

Rund 17 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten in Schichten, und fast niemand bekommt vom Arbeitgeber gesagt, wann er dabei schlafen soll. Dieser Planer tut es: Schichtfolge eintragen, Schlaftyp wählen, und für jeden Tag stehen Schlaffenster, Lichtzeiten, Mahlzeiten und der Koffein-Stopp da.

Die Regeln stammen aus unserem Schichtarbeiter-Guide und dem Schlafcoaching-Studienheft des IST. Der Plan lässt sich teilen und ausdrucken.

Schritt 1: Du

Dein Schlaftyp

Nicht sicher? Der Chronotypen-Test dauert fünf Fragen.

Dein Schlafbedarf

Arbeitsweg, einfache Strecke

Musst du morgens Kinder versorgen?

Tagschlaf nach einer Nachtschicht

Beides ist belegt. Lerchen kommen mit dem geteilten Schlaf oft besser zurecht, Eulen schlafen lieber am Stück.

Schritt 2: Deine Woche

Welche Schicht an welchem Tag?

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

Schichtzeiten

Vorbelegt mit den üblichen Zeiten. Anpassen, wenn dein Betrieb andere hat.

Frühschicht

bis

Spätschicht

bis

Nachtschicht

bis

Drei Dinge, die bei Schichtarbeit mehr zählen als die Matratze.

Licht

Der stärkste Taktgeber. Hell, wenn du wach sein musst, dunkel ab dem Heimweg, wenn du schlafen willst. Eine Blaulichtbrille, alternativ Sonnenbrille, nach der Nachtschicht wirkt mehr als jedes Schlafmittel.

Regelmäßige Mahlzeiten

Magen-Darm-Beschwerden sind nach Schlafproblemen die häufigste Folge von Schichtarbeit. Feste Essenszeiten, auch in der Nacht klein und leicht, halten den Rhythmus.

Schlafdruck schützen

Kein langer Mittagsschlaf nach der Frühschicht, kein Ausschlafen bis mittags nach der letzten Nacht. Wer Schlafdruck tagsüber abbaut, findet ihn abends nicht wieder.

Wenn der Plan steht und der Schlaf trotzdem nicht kommt.

Dann liegt es oft am Bett: Tagschlaf braucht ein kühles, dunkles, ruhiges Schlafsystem. In der Beratung schauen wir uns deinen Rhythmus und dein Bett gemeinsam an. Nach Termin, täglich von 8 bis 20 Uhr.

Beratungstermin vereinbaren

Häufig gestellte Fragen.

Warum macht Schichtarbeit so müde, auch wenn ich genug schlafe?

Weil die innere Uhr sich nicht umstellt. Sie folgt dem Tageslicht, nicht dem Dienstplan. Wer nachts arbeitet und tagsüber schläft, schläft gegen die Uhr: kürzer, flacher, häufiger unterbrochen. Der Plan kann das nicht aufheben, aber er legt Schlaf, Licht und Essen so, dass der Körper möglichst wenig gegenläufige Signale bekommt.

Was ist Vorwärtsrotation, und warum ist sie besser?

Früh, dann Spät, dann Nacht. In dieser Reihenfolge wird jede Schicht später als die vorherige, und die innere Uhr kann nach hinten mitgehen. Das fällt ihr leichter als nach vorn. Rückwärts, also Nacht vor Spät vor Früh, entstehen die kürzesten Ruhezeiten und die größten Schlafdefizite.

Tagschlaf am Stück oder geteilt?

Beides funktioniert, und die Forschung kennt den geteilten Schlaf als biphasisches Modell. Am Stück heißt: direkt nach der Nacht sieben Stunden. Geteilt heißt: vier Stunden nach der Schicht und drei Stunden vor der nächsten. Lerchen kommen mit dem geteilten Schlaf oft besser zurecht, weil ihnen der lange Vormittagsschlaf schwerfällt.

Bringt ein Power Nap vor der Nachtschicht wirklich etwas?

Ja, messbar. Ein Kurzschlaf vor der Nachtschicht senkt die Unfallhäufigkeit und erhöht die Wachheit, ein Kurzschlaf während der Schicht verbessert die Reaktionszeit, ohne den Tagschlaf danach zu stören. Zwanzig Minuten reichen, länger wird es ein Schlafzyklus und man wacht benommen auf.

Ab wann sollte ich mit Nachtarbeit zum Arzt?

Bei Atemaussetzern im Schlaf oder einer bekannten Schlafapnoe, bei anhaltender Tagesschläfrigkeit trotz Plan, und als Faustregel ab 55 Jahren. Schlafmediziner raten dann dazu, Nachtschichten deutlich zu reduzieren. Das ist ein Gespräch mit dem Betriebsarzt, kein Thema für einen Planer.